Aktivitäten rund um die Torgauer Bären


Zukunft der Torgauer Bären gesichert

Großes Interesse beim 3. Torgauer Bären-Talk

Torgau (TZ). Zum 3. Torgauer Bärenplausch fanden sich am Sonntag, dem 28. März, um 15 Uhr zahlreiche Besucher auf dem Marktplatz ein. Torgaus Oberbürgermeisterin Andrea Staude stellte sich ebenso TZ-Chefredakteur Thomas Stöber zum Gespräch wie der Hauptdezernent des Landratsamtes Horst Winkler, die Lutherin, die beiden Bärenpflegerinnen, der in der Stiftung engagierte Goldschmiedemeister Dietmar Schroetel und der Vorstandsvorsitzende der Bärenstiftung und Geschäftsführer der Torgauer Verlagsgesellschaft, Benno Kittler.

Letzterer verkündete, dass man sich nach ausgiebiger Beratung mit Experten des Bärenparks Worbis dafür entschieden habe, künftig keine Bären aus eigener Züchtung mehr aufzuziehen. Vielmehr werde man Bären aufnehmen, die anderswo unter miserablen Bedingungen gehalten werden und denen damit ein angenehmeres Zuhause geboten werden könne. Mit Blick auf die Baumaßnahmen am Schloss Hartenfels und den damit verbundenen Erneuerungen der Stallanlagen und des Bärengrabens bestätigte der Hauptdezernent, dass es trotz aller Sparzwänge keine Abstriche am Bauvorhaben geben werde. Dass auch die Finanzierung dafür von Seiten der Stadt stehe, versicherte die Oberbürgermeisterin in der Gesprächsrunde.
Wenn alle Bauarbeiten abgeschlossen seien, und das sollte 2011 der Fall sein, wie Winkler bestätigte, könnten bis zu fünf Bären im gesamten Areal ein Zuhause finden.

Claudia und Oliver Blüthgen (links) wurden mit einer Urkunde für ihre regelmäßige Spendenbereitschaft geehrt. Foto: R. Gosemann

Im Anschluss an den Plausch wurden zahlreiche Spender mit einer Urkunde geehrt. So unter anderem das Geschwisterpaar Oliver und Claudia Blüthgen, das regelmäßig für die Bären spendet. Beide freuten sich vor allem über die darauffolgende Einladung durch die Bärenpflegerinnen, einmal die Bären in ihrer Unterkunft zu besuchen und bei der Fütterung zuzusehen. Aus Chemnitz angereist waren Monika und Jürgen Kurzbach, die regelmäßig ihre Lieblinge Quistel und Jette, bei Reisen nach Torgau besuchen. Benno Kittler dankte allen Spendern für ihre Beiträge, damit die Bären in Torgau auch mit finanzieller Unterstützung eine frohe Zukunft haben. Es wäre lobenswert, wenn weiter so zahlreiche Spenden auf das Konto der Torgauer Bärenstiftung eingehen werden. Weit über die Grenzen der Kreisstadt und über die Gemäuer von Schloss Hartenfels sind die Bären eine Torgauer Attraktion. Die Besucher an diesem Tag konnten auch mal die Lieblingsspeise der Bären probieren: Honigbrötchen und Bienenstich.


Die goldene Bärentatze

Dietmar Schroetel hatte eine goldene Idee und verleiht eine spezielle Anerkennung

(SWB/rg). Anlässlich seines 111. Firmenjubiläums suchte der Torgauer Goldschmiedemeister nach einer besonderen Idee für diesen Anlass. Im Jahr 2007 wurden zahlreiche Aktivitäten zur Erhaltung der Torgauer Bären ins Leben gerufen. Was lag also näher, als zu diesem Ereignis etwas zu kreieren. Schließlich hatte schon ein Torgauer Bäcker die Bärentatzen im Angebot.

Auf eine Bleiplatte wird die Bärentatze aus 750er -Gold mittels verschiedener Punzen ziseliert. Fotos: R. Gosemann

Für einen Goldschmiedemeister kommt nur etwas aus edlem Metall in Frage. So entstand langsam der Entwurf einer Bärentatze aus 750er-Feingold und die Idee, sie an verdiente Menschen, die sich ganz besonders für die Bären einsetzen, zu verleihen. Aber wie sieht eine typische Bärentatze aus, die als Vorlage dienen konnte. Also schlug Dietmar Schroetel in einschlägiger Fachliteratur nach und fertigte verschiedene Modelle an. Diese Rohentwürfe wurden in 750-Goldblech ziseliert, weil es sich für diese Goldschmiedearbeit am besten eignet.

Jede Bärentatze ist ein Unikat, weil auf einer Bleiplatte mit verschiedenen Punzen das Gold in Form getrieben wird. Mit mehreren Modellen ging Dietmar Schroetel zu den Torgauer Bärenbetreuerinnen und bat um ihr Fachurteil. Schließlich wurde ein Entwurf für würdig befunden, der nun die Grundlage für alle weiteren goldenen Bärentatzen sein wird. Trotzdem bleibt jedes Stück ein Unikat, da es immer wieder einzeln angefertigt wird. Auf der Rückseite des Reverssteckers befinden sich die Angaben der Ausfertigung, des Jahres der Verleihung, der Goldstempel und das Firmenzeichen der Goldschmiede Schroetel.

Damit hat Dietmar Schroetel einen repräsentativen Beitrag für den Erhalt des Torgauer Bärengrabens mit seinen zurzeit zwei Bewohnerinnen, Jette und Quistel, geschaffen. Erster Empfänger dieser Auszeichnung war Stifungsgründer der Torgauer Bärenstiftung, Verleger Benno Kittler. In diesem Jahr wird die Ausfertigung Nr. 2 der goldene Bärentatze am 28. März anlässlich des Festes „Torgau blüht auf“ verliehen.

Goldschmiedemeister Dietmar Schroetel hält die diesjährige goldene Bärentatze in der Hand.


1. Spatenstich für Sanierung
des Schlossflügels E und des Bärengeheges

Torgau/Nordsachsen (TZ/seb). Die Sanierung des Schlossflügels E hat offiziell begonnen. Gemeinsam setzten Torgaus Oberbürgermeisterin Andrea Staude, Nordsachsens Landrat Michael Czupalla und der verantwortliche Architekt Michael Klose im Rosengarten den symbolischen ersten Spatenstich. Die Sanierung des Flügels E ist Voraussetzung für die Sanierung des Bärengeheges.

Mehr Platz
Bis zum Jahr 2011 sollen rund 3,54 Millionen Euro in das Großvorhaben fließen. Geplant sind Sanierungsarbeiten am Dach und an der Fassade. Der Flügel soll nach Fertigstellung den Eingangsbereich zum Landratsamt beherbergen. Dazu kommen Büroräume und Platz für die aus den Nähten gehende Computertechnik der Behörde. Mit dem Innenausbau werde Raum für die weitere Konzentration der Verwaltung im Schloss bereitgestellt, so der Landrat. Entstehen soll neben Bärenzwingern zudem ein Mehrzwecksaal. Der soll, so heißt es aus der Kreisbehörde, bei zukünftigen Ausstellungen im Schloss eine wichtige Rolle spielen. Was damit gemeint sein könnte, machte Landrat Czupalla in seiner Rede anlässlich des Spatenstichs deutlich. Torgau sei das politische Zentrum der Reformation gewesen. Gemeinsam mit der Stadt wolle er deshalb darum kämpfen, die Epoche der Reformation als Teil der Sächsischen Landesausstellung nach Torgau zu holen, „vielleicht sogar als Landesmuseum“, so der Landrat.

Gegenseitiger Dank
Dem Blick in die Zukunft war ein Blick zurück vorausgegangen. Czupalla hatte der Oberbürgermeisterin seinen Dank unter anderem für die schnell erteilte Baugenehmigung ausgesprochen und die vielfältigen Aktivitäten der Torgauer rund ums Schloss gewürdigt – von Initiativkreis bis Bärenstiftung. Im Gegenzug fand Andrea Staude lobende Worte für „die, die uns vergangenes Jahr angeheiratet wurden.“ Mit dem Schloss hätten die Verwaltung und die Kreisräte Nordsachsens eine enorme Aufgabe übergestülpt bekommen und dennoch nicht aufgegeben. Es sei beachtlich, dass ein großer Anteil der Gelder aus dem Konjunkturpaket, die für den Kreis vorgesehen waren, ins Schloss investiert werde. Damit sei ein solider Anfang gemacht, wies die Stadtchefin im nächsten Atemzug aber darauf hin, dass die Aufgaben rund ums Schloss noch lange nicht abgearbeitet seien. In Regie der Stadt steht beispielsweise noch die Sanierung des Bärengrabens an. „Ein Bekenntnis zur Erhaltung des Schlosses“, bezeichnete Architekt Michael Klose die begonnene Flügel-E-Sanierung. Dessen besondere Bedeutung habe schon immer darin bestanden, das Schloss über den Bärengraben hinweg zur Stadt zu öffnen. Von daher sei die Nutzung als Bürgerbüro geradezu symbolisch zu sehen.


Bärenstiftung

Torgau. Detlev Obst hat für die Torgauer Bärenstiftung zwei Schaufenster eines leer stehenden Geschäftes am Markt ausgestaltet. Hier wird nicht nur auf das Ziel der Bärenstiftung hingewiesen und die Kontoverbindung benannt, sondern es werden auch Produkte vorgestellt, deren Verkauf ständig zur Erhöhung des Stiftungskapitals beiträgt, wie zum Beispiel der Likör „Torgauer Bärengraben“, Postkarten und Bärentees.
Foto: TZ/Gutzeit


Die bärige Zukunft ist sicher

Bekenntnis zur Bärenhaltung beim 2. Bärenplausch der Torgauer Zeitung / Zeitschiene ist abgesteckt

Torgau (TZ). Ein Höhepunkt zum Frühlingsfest „Torgau blüht auf“ am 5. April war zweifellos der 2. Bärenplausch auf dem Marktplatz. Am TZ-Pavillon, wo passend zum Thema Plinsen zugunsten der Bärenstiftung gebacken wurden, standen Moderator Thomas Stöber prominente Gäste Rede und Antwort: Landrat Michael Czupalla, Oberbürgermeisterin Andrea Staude, die Bärenpflegerinnen Gabriele Mierau und Angela Mierau-Fausack, der Vorstand der Raiffeisenbank Torgau Guido Jüttner sowie der Torgauer Goldschmiedemeister Dietmar Schroetel.

Am Ende des Bärenplauschs verlas der Geschäftsführer der Torgauer Verlagsgesellschaft Benno Kittler (2. von links) die Namen neuer Spender, anwesende erhielten ihre Urkunden. Außerdem dabei (von links): Goldschmiedemeister Dietmar Schroetel, Landrat Michael Czupalla, Oberbürgermeisterin Andrea Staude, TZ-Chefredakteur Thomas Stöber, die Bärenpflegerinnen Gabriele Mierau (verdeckt) und Angela Mierau-Fausack sowie der Vorstand der Raiffeisenbank Torgau Guido Jüttner (hier nicht mit auf dem Foto).

Landrat Michael Czupalla konnte berichten, dass am 14. April die Entscheidung fällt, ob die Maßnahmen, die der Kreistag im Konjunkturpaket II auf den Weg gebracht hat, auch so verwirklicht werden können. Ein beträchtlicher Anteil der finanziellen Mittel soll für Schloss Hartenfels Verwendung finden.

Zeitlicher Ausblick
„Wir hoffen sehr auf Bestätigung der Mittel für den Flügel E als Voraussetzung für die Sanierung des Bärengrabens. Erfolgt diese, muss die Baumaßnahme bekanntlich bis Ende 2010 verwirklicht sein“, gab Czupalla einen zeitlichen Ausblick. Der Landrat wertete es als ein gutes Omen, dass die Sächsische Aufbaubank Anfang Mai vor Ort ein Büro beziehen wird, um unter anderem die Verwendung der Konjunkturmittel für Schloss Hartenfels im Focus zu behalten.

Andrea Staude erklärte, dass die finanziellen Mittel für die anschließende Sanierung des Geheges in Höhe von insgesamt 900 000 Euro gesichert seien. Die Maßnahme würde zu 80 Prozent gefördert, so dass für Torgau ein Eigenanteil von etwa 180 000 Euro bliebe, der im Haushalt eingestellt sei. Rund 12 000 Euro wurden zudem bereits für die Sanierung gespendet. Staude forderte dazu auf, in der Spendenfreudigkeit nicht nachzulassen, weil Baumaßnahmen an alten Gebäuden fast immer unerwartete Mehrkosten nach sich ziehen.

Erträge und Kosten
Einen Überblick über die Finanzen der Torgauer Bärenstiftung gab Guido Jüttner. Das Stiftungskapital beträgt zurzeit 136 433,51 Euro. Das Geld werde verzinslich und rentierlich angelegt, und habe bereits 2008 einen Betrag in Höhe von 5980 Euro eingebracht. Die Erträge der Bärenstiftung sollen nach der Sanierung einen Teil der laufenden Kosten der Bärenhaltung tragen. Zur Zeit stehen den Bärenpflegerinnen rund 7000 Euro für Futter et cetera zur Verfügung. Oberbürgermeisterin Staude machte aber darauf aufmerksam, dass derzeit in vielen verschiedenen Konten weitere laufende Kosten verankert sind, zum Beispiel für Instandhaltung und Personal. Die Bärenstiftung braucht noch weitere Zustiftungen, wenn sie aus den Erträgen einen möglichst großen Teil der laufenden Kosten tragen soll.

Bestandserneuerung
Einen nächsten Fragenkomplex widmete Moderator Thomas Stöber der Bestandserneuerung. Die Bärenpflegerinnen machten deutlich, dass Quistel und Jette als Zuchttiere natürlich nicht mehr in Frage kommen. Auch würde ein „Bärenvater“ von den dominanten Bärinnen im Gehege nicht geduldet werden. Man habe aber sehr gute Kontakte innerhalb Deutschlands und auch in die Schweiz, wo besonders reinrassige Bärenkinder zu erwerben wären. Darüber nachdenken könne man jedoch frühestens 2012 beziehungsweise 2013, rechnete Andrea Staude vor, denn beide Seiten des Bärengrabens müssen komplett fertig gestellt sein, um eventuell gleichzeitig die beiden alten und zusätzlich junge Bären halten zu können.

Ehrungen für Spender
Gegen Ende des Bärenplauschs schilderte Goldschmiedemeister Dietmar Schroetel den Torgauern seine Idee, besonders engagierte Bärenfreunde zu ehren. Er sei von Anbeginn beeindruckt davon gewesen, wie die Region für den dauerhaften Erhalt der Bärenanlage kämpfe. Dietmar Schroetel wird deshalb jährlich ein bis zwei handzisilierte Bärentatzen aus massivem Gold in einem Wert von etwa 200 Euro zur Verfügung stellen, um herausragende Einzelpersonen auszuzeichnen. Die erste goldene Bärentatze hatte im vergangenen Jahr der Initiator der Torgauer Bärenstiftung und deren Vorstandsvorsitzender Benno Kittler erhalten. Weitere Vorschläge erwarte Dietmar Schroetel nun aus Vorstand und Kuratorium der Stiftung beziehungsweise der Stadtverwaltung. Die Frage, ob man die goldenen Tatzen auch zum Verkauf anbieten könnte, verneinte der Goldschmiedemeister. Jede kleine goldene Tatze sei ein Unikat und sollte eine nicht käufliche Ehrung bleiben. Über eine Vervielfältigung silberner Tatzen könnte man aber vielleicht reden. Zum Schluss des sehr kurzweiligen Bärenplauschs erhielten weitere 22 Spender ihre Spenderurkunden.


Bärengeschichten in Arbeit

Torgau (TZ). Die Torgauer Tradition der Bärenhaltung gibt es bekanntlich bereits seit 1425. Ursprünglich von Friedrich dem Streitbaren zur Belustigung und Bereicherung des Speiseplanes ins Leben gerufen, wurde sie nach dem Wiener Kongress aufgegeben. Erst 1952 reichte der damalige Museumsleiter Markus eine Anfrage auf Wiederbesatz des Bärengrabens beim Leiter des Leipziger Zoos ein. Nachdem dieser beurteilt und für geeignet befunden wurde, durften 1953 die ersten vier Bären Moritz, Kuno, Quistel und Katja in die Gehege des Bärengrabens einziehen. Die Pflege und Zucht übernahm das Hausmeisterehepaar Marta und Willi Siegert. Die damals jugendliche Antje Lahn, Enkelin des Siegert-Ehepaares, durfte bei der Aufzucht der ersten beiden nachgezüchteten Bären Julchen und Anton mithelfen.

Aus diesem Grund ist sie nun dabei, kurze Geschichten aus ihren Jahren mit den Torgauer Bären aufzuschreiben, um sie in einem Buch zu veröffentlichen. Die derzeit etwa fünf Anekdoten sollen auch durch die Erlebnisse weiterer mit den Tieren vertrauter Personen ergänzt werden. Geschichtliche Fakten spielen eher eine hintergründige Rolle, werden aber mit einfließen. Das Ziel der Veröffentlichung ist vor allem die Erinnerung an das Engagement ihrer Großeltern und das Aufmerksammachen auf diese besondere Torgauer Tradition. „Touristen, aber auch Torgauer sind immer wieder sehr interessiert an Geschichten über die Bären“ , weiß Antje Lahn. Die Nachfrage wäre also de facto gegeben. Was bleibt ist die Suche nach einem Sponsor...
Da Antje Lahn momentan noch an dem Buch arbeitet, ist es noch nicht möglich, einen genauen Erscheinungstermin nennen. Klappt alles wie geplant, könnte es jedoch schon im Herbst beziehungsweise Winter dieses Jahres in die Regale kommen.

TZ-Praktikant Falk Gläser




Es wird weiter in den Bärengraben investiert

Landrat will finanzielle Mittel beschaffen

Herr Landrat, Sie führen den Landkreis Nordsachsen mit gut 1200 menschlichen Mitarbeitern. Wie fiel Ihre erste Reaktion aus, als Sie erfuhren, dass Sie auch der Chef der drei tierischen „Mitarbeiter“ im Schlossgraben sind?
Ich musste nicht erst Landrat des Landkreises Nordsachsen werden, um von den „tierischen Mitarbeitern“ zu hören. Genauso wie Torgau als Stadt der Renaissance, die im 16. Jahrhundert das politische Zentrum in Sachsen und der Reformation war, mit seinem Schloss Hartenfels weltweit ein Begriff ist, gehören die Bären einfach dazu, sie sind bekannt und Teil dieser Stadt. Aus diesem Grund waren mir die schnellen Gespräche mit der Bürgermeisterin, Frau Staude, und den Vertretern der Bärenstiftung, allen voran Herrn Kittler, sehr wichtig, ich habe mich darüber gefreut.

In und um Torgau wird Quistel, Maja und Jette ein hohes Maß an Zuneigung entgegengebracht. Wie weit geht Ihr Verständnis für die Torgauer „Bärenliebe“?
Ich verstehe mich als ein Mensch, der Tiere liebt und ihnen Respekt entgegen- bringt. Es wird weiter in die Torgauer Bären und den Bärengraben investiert.
Ich freue mich immer wieder, wenn die zahlreichen Besucher der Stadt den Bären zuschauen. Beispielsweise waren vor geraumer Zeit zwei Marathonläufer aus Kenia zu Besuch, sie waren sehr begeistert von den Bären. Es ist natürlich eine große Herausforderung, die finanziellen Mittel zu beschaffen, die für die Bären und den Graben notwendig sind. Doch ich glaube, hier sind wir auf einem guten Weg und viele beteiligen sich an der Bewältigung dieser großen Aufgabe.

Ihr Engagement für oder gegen die Zukunft der Bärenhaltung in Torgau wird hier in der Region sehr aufmerksam regis-triert. Was können wir bei der Beantwortung dieser sensiblen Frage von Ihnen künftig erwarten?
Ich kann mich an dieser Stelle nur wiederholen. Ich bin ganz klar für den Erhalt der Bären in Torgau. Natürlich sind mir auch die kritischen Stimmen bekannt. Ich meine, dass es den Bären in Torgau sehr gut geht und eine tiergerechte Haltung garantiert ist. Hierbei erfolgt eine enge Abstimmung mit dem Verein. Natürlich kann man einen Lebensraum wie in der Natur nicht bieten, doch dann dürfte es auch keine Zoologischen Gärten geben.

Gespräch: E. Baumbach





Chance für die Sanierung des Torgauer Bärengrabens

Torgau (SWB/rg). Die Vorplanung für die Sanierung des Bärengeheges und des Flügels E von Schloss Hartenfels hat feste Konturen angenommen. Ein Planungsbüro hat die notwendigen Maßnahmen und Kosten dafür erstellt. Gemeinsam konnten Bürgermeisterin Andrea Staude und der damalige Landrat Robert Schöpp, der Öffentlichkeit die mögliche Ansicht der geplanten Veränderungen am Schloss vorstellen. Insgesamt sind für den Umbau 2,4 Millionen Euro notwendig. Davon müssen zirka 500 000 Euro an Eigenmittel aufgebracht werden. Die Stadt Torgau will über das Städteumbauprogramm Fördermittel beantragen. Sind diese bewilligt und die Eigenmittel vorhanden, kann mit dem Bau begonnen werden. Am 12. August treffen sich der Landrad von Nordsachsen und Bürgermeisterin Staude zu einem Gespräch. Dabei wird auch das Thema Bärengraben eine Rolle spielen.



Planung für Sanierung des Bärengrabens steht

Torgau. Fast feierlich enthüllten Torgaus Bürgermeisterin Andrea Staude und Landrat Robert Schöpp die Schautafel für die Sanierung des Torgauer Bärengrabens. Fast 2,4 Millionen Euro wird diese Baumaßnahme kosten. Davon müssen zirka eine halbe Million Euro als Eigenmittel aufgebracht werden. Die Fördermittel werden in der nächsten Zeit beanstragt. Außerdem gilt es, die Spendentätigkeit fortzusetzen und zu intensivieren. Auf jeden Fall haben unsere Kommunalpolitiker Wort gehalten, als sie sich vor gut einem Jahr für die Sanierung einsetzten und festlegten.
Foto: SWB/Gosemann



Ein klares „Ja“ für unsere Bären

TZ-Bärentalk im Rahmen des Frühlingsfestes demonstrierte den festen Willen
zum Erhalt der „tierischen“ Torgauer Tradition

Moderator Thomas Stöber (links) hatte keine Mühe, von allen Beteiligten am ersten Bärenplausch klare Statements für den Erhalt der Torgauer Bärentradition zu bekommen. Nicht nur Bürgermeisterin Andrea Staude (3.v.l.) stellte einmal mehr die eindeutige und engagierte Position der Stadt dar, auch für den stellvertretenden Landrat Thilo Wolff (2.v.l.) gab es kein wenn und aber, auch hinsichtlich der Verfahrenweise im neu entstehnden Landkreis. Foto: TZ/Gutzeit

Torgau (TZ/ug). „Das war richtig unterhaltsam und interessant“, sprach am Ende eine Zuschauerin aus, was sicher viele der überaus zahlreichen Gäste des ersten Bärentalk gestern dachten. Und das Schönste: Alle am Bärenplausch Beteiligten positionierten sich eindeutig, alles für die Erhaltung der Tradition zu tun. Chefredakteur Thomas Stöber als Moderator ließ Bürgermeisterin Andrea Staude zuerst zu Wort kommen, die das Ziel der Erneuerung des Bärengrabens klar umriss:?„Es geht uns nicht nur um eine schönere Optik, sondern vor allem um artgerechte Haltung.“ Der mit der Vorplanung beauftragte Architekt Michael Schubach pflichte ihr bei, dass die derzeitige Anlage nicht den Anforderungen genüge. Das bestätigten auch die Bärenpflegerinnen Gabriele Mierau und Angela Mierau-Fausack, deren größter Traum es ist, einmal einen kleinen Bären auf den Arm nehmen zu können. Eine Zucht lehnten sie ab, doch nach der Sanierung könnte man vier kleine Bären, drei weibliche und ein männliches Tier anschaffen. Als Dank könnte der kleine „Mann“ den Vornamen des Vorsitzenden der Bärenstiftung tragen, ein Gedanke, der dem Publikum gefiel. Und wenn „Benno“ und die drei Damen erwachsen würden, könnte die „Pille“ dafür sorgen, dass sich nicht ungewollt Nachwuchs einstellt.

Bis dahin aber sei es noch ein gutes Stück Weg, machte der stellvertretende Landrat Thilo Wolff klar. Der Landkreis stehe grundsätzlich zu seinem Beschluss des Fortbestands der Bärenhaltung. Und auch der neue Landkreis müsse sich an den Beschluss halten. „Jeder neue Landrat und jeder neue Kreisrat ist gut beraten, wenn er sich zur Torgauer Bärentradition bekennt“, so Thilo Wolff, der anhaltendes persönliches Engagement ankündigte, gleich, in welcher Funktion er sich nach der Reform befinde. Wie er, argumentierten auch andere Plausch-Gäste damit, dass die Bärenhaltung unserer schönen Renaissancestadt ein Stück Einmaligkeit und Austrahlung verleiht. AVANCIS-Geschäftsführer Hartmut Fischer, zugleich Vorsitzender des Kuratoriums der Bärenstiftung: „Es sind die vielen kleinen Dinge, die eine Stadt wie Torgau so attraktiv machen, da zählen die Bären unbedingt dazu.“ Weitere Unterstützung sicherten auch Dieter Mittag für die Torgauer Geharnischten und für den Initiativkreis Schloss Hartenfels sowie Guido Jüttner, Vorstand der Raiffeisenbank Torgau und Stifter, zu. Bürgermeisterin Staude informierte, dass ein kürzlicher Besuch beim Innenminister von Erfolg gekrönt war. Die Sanierung des Bärengrabens wird ins Programm der städtebaulichen Förderung aufgenommen. Nach „ganz groben Schätzungen“ werde das Gesamtprojekt 1,6 Mio. Euro in Anspruch nehmen, so Thilo Wolff. Zunächst müsse der unbewohnte Teil des Bärengrabens saniert werden. Nach dem Umzug der Bären, könnte dann das alte Bärenhaus an der Stadtmauer abgerissen und unter denkmalschützerischen Gesichtspunkten neu aufgebaut werden. Viel Beifall gab es am Ende für Thomas Stöbers optimistische Zielstellung, dies alles bis 2012 zu schaffen.



„Geliebter Teddy – Armer Bär“

Mit diesem etwas provokanten Titel lud der Torgauer Geschichtsverein am vergangenen Mittwoch in die Kurfürstliche Kanzlei ein.

Zu diesem Vortragsabend konnte der Leiter des Alternativen Bärenparks Worbis, Uwe Lagemann, begrüßt werden. Im Vortrag sollte es natürlich auch um die Torgauer Bären und deren Haltung in der Zukunft gehen. Zunächst informierte Herr Lagemann die Besucher über die Beziehung Bär – Mensch und sensibilisierte alle Anwesenden somit für dieses Thema.

Dem Bären ist es wie kaum einem anderen Tier gelungen, schon bei den ersten Menschen und bis in die Gegenwart Sympathie und Aufmerksamkeit zu erzeugen. So lebten Neandertaler und Indianer friedlich und in Ehrfurcht zusammen mit den Bären. Bärenmenschen und Menschenbären beeinflussten maßgeblich das Zusammenleben der Menschen. Unzählige Sagen und Märchen erzählen vom gutmütigen und gerechten Meister Petz. Der Teddy ist das beliebteste Spielzeug aller Zeiten und als süßes Gummibärchen, bunte Comicfigur und ideales Werbeobjekt sind Bären tagtäglich präsent.

Seine Beliebtheit ist aber auch gleichzeitig sein Fluch. Eingesperrt zum Schauobjekt abgestempelt, als Tanzbär erniedrigt, in kleinsten Käfigen als Gallensaftspender gequält, verstümmelt zum Kampf mit Hunden gezwungen, als Organspender gewildert und jeden Tag in Deutschland als Zirkustier entwürdigt – auch so gehen wir heute noch mit unseren geliebten Bären um. Gleichzeitig zerstören wir seinen ursprünglichen Lebensraum.
Wie paradox und menschlich !

Es wird höchste Zeit, dass wir wie unsere Vorfahren den Bären wieder respektvoll und verantwortungsbewusst begegnen. Dass wir sie sehen, wie sie wirklich sind. Als wilde Tiere mit ausgeprägter Persönlichkeitsstruktur, wehrhaft und gleichzeitig gelassen. Als Jäger und Sammler, als führsorgliche Mütter und den Nachwuchs tötende Väter. Aber vor allem sollten wir dankbar sein, dass so ein wundervolles Tier uns Menschen soviel Toleranz entgegen bringt, dass wir friedlich miteinander leben könnten.

Am Ende des Vortrages folgte eine rege Diskussion über die Perspektive der Bärenhaltung in Torgau. Fazit des Abends war, dass die Bären in Torgau erhalten bleiben sollten, jedoch mit Einschränkungen. Wir leben nun einmal im 21. Jahrhundert mit neuen Bestimmungen zum Arten- und Tierschutz. Tiere können heute nicht mehr wie vor 500 Jahren gehalten werden. Neue Gesetzte sind in Arbeit, die es zum Beispiel den Zirkussen in Zukunft verbieten Bären, Elefanten und Affen zu halten. Was soll mit diesen Tieren dann geschehen? Ein junger Braunbär, im Zirkus geboren und aufgewachsen, hätte in Torgau dann eine gute Zukunft, so die Meinung des Experten.
Drei bis vier Bären im Schlossgraben sind für dien Bärenfachmann Lagemann durchaus vorstellbar. Gegen eine Züchtung von Braunbären in Torgau sprach er sich jedoch vehement aus.

Cornelia König
Museumsleiterin

„Die Reform - kein Grund zum Ausruhen“

A. Staude über Hausrecht, Briefe und einen Traum

Torgau (SWB). Torgaus Bürgermeisterin Andrea Staude verrät im SonntagsWochenBlatt-Gespräch ihren Plan, wie sie den Torgauer Bären eine neue Heimstatt verschaffen will.

SWB: Frau Staude, warum treiben Sie nicht mit der Macht Ihres Amtes die Sanierung des Bärengrabens energischer voran?
Andrea Staude:
Weil ich nicht das Hausrecht am Bärengraben besitze. Es ist wie im Privaten, keiner kann ohne das Einverständnis des Nachbarn anfangen, in dessen Garten einfach zu bauen. Der Hausherr von Schloss und Bärengraben ist der Landrat.

In der Torgauer Zeitung war von einem intensiven Briefwechsel zwischen Rathaus und Schloss zu lesen. Sprechen Sie nicht mehr miteinander?
Mündliche Absprachen fanden zur Genüge statt. Die gemeinsame Arbeitsgruppe kam ebenfalls zusammen. Herr Schöpp sicherte mündlich zu, dass er dem Kreistag den Beschluss über die Sanierung des Bärengrabens zur Abstimmung vorlegen werde. Die Zusage ist eingehalten worden, der Kreistag stimmte im vergangenen Jahr für die Sanierung des Bärengrabens.

Der Beschluss ist zwar da, aber kein Beginn der dringend erforderlichen Bauarbeiten erkennbar.
Darum der Briefverkehr. Um die Vorplanung vorantreiben zu können, brauchten wir die Unterschrift des Landrates unter einer Vereinbarung, die die Verwendung der Fördermittel am Schloss regelt. Die Unterschrift des Landrates ist jetzt geleis-tet, der Auftrag an mein Baudezernat ist weitergeleitet, parallel an das Planungsbüro Schubach in Dresden. Schubach kennt die Gegebenheiten des Schlosses gut, betreute er doch bislang die Sanierung des historischen Gemäuers.

Vorplanung klingt nach nichts Konkretem.
Wir brauchen harte Zahlen: Welcher Abriss- bzw. Bauaufwand kommt auf uns zu? Was könnte das Ganze kosten? Und einiges mehr.

Nach Zeitungsberichten trägt die Stadtkasse die Masse der Vorplanungskosten.
In den Kassen des Landratsamtes sieht es noch dürftiger als bei uns aus. Darum kommen vom Landratsamt nur dorthin geflossene Spendengelder. Wir würden 26 000 Euro beisteuern, sollten für die Vorplanung keine Fördermittel fließen.

Gab es da keinen Protest aus den Reihen der Stadträte und der Bürgerschaft, wenn Sie Stadtgelder am Schloss ausgegeben? Man hätte auch anderes in der Stadt damit finanzieren können.
Mir kam kein Einspruch zu Ohren, das Gegenteil ist der Fall. Das Schloss ist nun mal unser stärkster Touristenmagnet und neben dem Rathaus das wichtigste Gebäude. Es ist schon schlimm genug, dass sich das Land nicht zum Sächsischen Residenzschloss bekennt. So nehmen wir die Sache selbst in die Hand.

Mit einer Vorplanung allein wurde noch nie ein Haus gebaut. Wer soll die Sanierung bezahlen?
Wir brauchen viele Geldquellen. Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm, ein Teil der Hochzeitsprämie zur Kreisreform und reichlich Spenden der Bürger und Unternehmen.

Wie sehen die Chancen im Einzelnen aus?
Bei meinen Gesprächen im Innenministerium erfuhr ich wohlwollenden Zuspruch und Unterstützung wurde singnalisiert...

... Sie waren wegen der Bären extra in Dresden?
Auch, nicht nur. 500 Jahre Reformation sollen ebenfalls in Torgau gefeiert werden. Unserer internationalen Bedeutung entsprechend, wollen wir Torgau weiter herausputzen.

Thema Spenden. Was geschieht mit dem Geld aus der Bevölkerung?
Das Geld, was bei uns im Rathaus ein-geht, fließt direkt in die Baumaßnahmen. Die Sanierung des Bärengeheges ist der erste Schritt, um unseren Braunen hier in Torgau das Überleben zu sichern. Die Bärenstiftung, ausgestattet von Torgauer Unternehmen, sammelt für den späteren Unterhalt und die Pflege der Bären, also für den zweiten Schritt.

Für jeden Spender ist es gut zu wissen, was mit seinem Geld geschieht.
Richtig. Ist die Vorplanung abgeschlossen, könnte ich mir gut vorstellen, die Planungsschritte öffentlich zu machen. Am besten gleich am Bärengraben.

Sie wollen dem Landrat und den Kreisräten auf diesem Wege die Verwendung der Hochzeitsprämie schmackhaft machen? Ob jedoch von daher aufgrund der Kreisgebietsreform, der bevorstehenden Wahlen und der Klagedrohung, auch einiger Torgauer Kreisräte, große Unterstützung zu erwarten ist, wage ich zu bezweifeln.
Die Kreisgebietsreform und die Wahlen sind keine Gründe zum Ausruhen! Die Arbeit muss weitergehen, mit umso höherer Intensität sogar, jetzt wo wir per Gesetz der Kreissitz vom neuen Landkreis Nordsachsen sein werden. Was soll uns, der Stadt Torgau und den Bürgern, eine Klage gegen das Gesetz bringen? Die Hochzeitsprämie wird dem Landkreis helfen, den Flügel E zu sanieren. Damit entstünden zusätzliche Räume für die neu dazu kommenden Verwaltungsangestellten und wir könnten nach der unumgänglichen Dachsicherung in der untersten Etage die Bärenunterkünfte als ersten Schritt sanieren.

Und was würde mit dem zurzeit bewohnten Bärenhaus geschehen?
Gebaut wurde das Gebäude Anfang der 50er, also vermutlich nicht mit bestem Marterial. Ein Abriss erscheint unvermeidbar. Meiner Einschätzung nach wohl billiger als eine Rekonstruktion. Während der Bauphase könnten die Bären in den gegenüberliegenden Flügel E ziehen, vorausgesetzt das Dach ist gesichert.

Klingt sehr zuversichtlich, Frau Bürgermeisterin. Wann sehen Sie vor Ihrem geistigen Auge die ersten Jungbären durch den Bärengraben toben?
Lassen Sie uns mal sehr optimistisch sein. 2012 könnte der Traum in Erfüllung gehen. Nageln Sie mich aber nicht auf das Jahr fest. Es ist ein sehr ehrgeiziges Ziel und nicht allein davon abhängig, was im Torgauer Rathaus gedacht und getan wird.

Gespräch: E. Baumbach

Wie weit ist es vom Schloss bis zum Torgauer Rathaus?

Eine MDR-Falschmeldung und ihre Folgen

Torgau (SWB/eb). Zum Ende des alten Jahres vermeldete das MDR-Fernsehen per Filmbericht und über Videotext, in Torgau hätten Stadtverwaltung und Landratsamt eine millionenschwere Vereinbarung zur Sanierung des Torgauer Bärengrabens abgeschlossen und damit sei die jahrhundertealte Bärenhaltung am Schloss Hartenfels gerettet.

Nachfragen sowohl bei der Torgauer Bürgermeisterin als im Landratsamt konnten die gute Nachricht für alle Freunde der Torgauer Bären leider nicht bestätigen. Bestätigt wurde aus dem Rathaus die Existenz einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Landrat Schöpp und Bürgermeisterin Staude, um die Sanierung des Bärengrabens voranzubringen. Einmal hätte die Arbeitsgruppe im alten Jahr getagt. Das Stadtparlament beschloss zudem die Bereit-stellung finanzieller Mittel zur Vorplanung der Sanierungsmaßnahmen. Der Landrat sagte bei der ersten und bislang einzigen Tagung der Arbeitsgruppe den Abschluss einer Vereinbarung zu, die den Einsatz städtischen Geldes auf landkreislichem Eigentum, eben dem Bärengraben, rechtlich ermöglicht. In den Amtsstuben der Stadt wurde daraufhin eifrig an einer Vereinbarung gearbeitet und diese mit der Bitte um einen zweiten Verhandlungstermin an den Landrat geschickt. Das geschah im Oktober 2007.

Die Meldung des MDR und Nachfragen der Torgauer Zeitung brachten wohl wieder etwas Schwung in die Sache, sodass das Schreiben aus dem Rathaus im Landratsamt wieder aus der Ablage gezogen wurde. In der Torgauer Zeitung vom 8. Januar stand zu lesen, dass der Beigeordnete Thilo Wolff und Baudezernt Gunter Bidmon die zugesandte Vereinbarung überarbeiteten, um dieselbe dem Landrat Ende Januar zur Unterzeichnung vorzulegen. Danach ginge das Papier wieder an die Stadtverwaltung zurück. Natürlich müssten beide Seiten mit dem Inhalt der Vereinbarung einverstanden sein, ließ der Beigeordnete über die Torgauer Zeitung verlauten. Ob Bürgermeisterin Staude zu den Änderungen und Konkretisierungen aus dem Landratsamt überhaupt ihre Zustimmmung geben kann, könnten Landrat, Beigeordneter und der Baudezernent vermutlich sehr schnell erfahren. Würden die Herren aus dem Landratsamt auf einen zeitraubenden innerstädtischen Briefwechsel verzichten und sich stattdessen persönlich mit dem Stadtoberhaupt zusammmensetzen. Die Schlossstraße verbindet bekanntlich auf kürzestem Wege Schloss und Rathaus. Und die Länge der Schlossstraße dürfte wahrlich kein Hinderungsgrund für den baldigen Abschluss der Vereinbarung sein.

Das SonntagsWochenBlatt könnte diese gute Nachricht in großen Buchstaben verkünden. Nicht nur in Torgau würde die Vereinbarung einhellige Zustimmung und Freude auslösen. Die Menschen brauchen hoffnungsvolle Nachrichten, auch aus den Amtsstuben des Schlosses Hartenfels.

Bürgermeisterin fordert Versprechen des Landrates ein

Stadt Torgau legt Marschplan für Sanierung des Bärengrabens vor

Torgau(SWB/eb). Für die Torgauer Bären naht die Zeit des Winterschlafes. Torgaus kundlige Maskottchen bleibt die menschliche Unruhe über ihren Köpfen verborgen. Noch ist die Zukunft der Braunen zu Füßen des Schlosse ungewiss. Engaierte Torgauer Bürger und Unternehmen gründeten darum vor wenigen Tagen eine Stiftung zum Wohle der Stadtmaskottchen. Die Politiker im Schloss sollten wissen, dass Bürger mit mehr als Worten für ihre Stadt einstehen und dafür zum Teil ganz tief in ihre Brieftasche griffen. Die Botschaft wurde im Schloss verstanden, schenkt man den freundlichen Worten des Landrates, Herrn Schöpp, seinen Glauben, anläßlich der feierlichen Stiftungsgründung gesprochen. Der Landrat begrüßte die Stiftungsgründung und sagte seine Unterstützung und die seiner Fachbereichsleiter zu.

Auch der Kreistag stände laut Beschluss zur Sanierung des Bärengrabens. Der Sachverhalt scheint klar. Nur wann geht es endlich los? Wer und wie hat was in die Gänge zu bringen? - war aus der Rede vom Landrat nicht herauzuhören. Darauf hatte Torgaus Bürgermeisterin in ihrer Rede die Antworten parat: Zuerst die Vorplanung, 35 000 Euro hätten die Stadträte bereits dafür bewilligt. Die Vorplanung sein notwendig um einen groben Überblick über die möglichen Kosten zu bekommen.

Einen nachvollziebaren realistischen Bauablauf hatte Torgaus erste Frau ebsenso parat. Aber, ja aber... . Sie kann, sie darf nicht handeln. Auf dem Schloss schwinngt nicht Frau Staude das Zepter, sondern der Landrat. Herr Schöpp müßte eine Vereinbarung zwischen Landkreis und Stadt Torgau unterschreiben, damit die Torgauer am Schloss aktiv werden können. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Stadt und Landkreis, die sich der Sanierung des Bärengrabens widmet, existiere bereits. Eine Beratung hätte stattgefunden, der Vertrag läge zur Vertragsunterzeichnung bereit.

Allein aus dem Landratsamt vernähme man keine Antwort kritisierte Bürgermeisterin Staude in einem Interview in der Torgauer Zeitung.

Das Schweigen des Landrates ist mehrfach unverständlich, da es Angebote gibt, die Eigenanteile des Landkreises für die Baumaßnahmen durch Spenden und Sammlungen zu tragen. Außerdem gilt es die Torgauer Interessen massiv in das laufende Fusiongeschehen mit den Landkreis Delitzsch einzubringen. Über die Verwendung der millionenschwere Hochzeitsprämie ist noch keine Entscheidung gefallen. Ein Teil der Millionen könnten zum Beispiel für die Sanierung des maroden Schlossflügel E (ehemalige Turnhalle) eingesetzt werden.

Im dortigen Untergeschoss befinden sich die Bärenunterküfte , die einmal die Jungbären aufnehmen könnten. In den Etagen würden Landratsbedienstete eines neuen Großkreises ihr Tagewerk verrichten. Das alles wäre möglich, wenn der Landrat und die Kreisräte durch die Fusion gebotenen Chancen entschieden beim Schopfe packten.

Die "Bären-Stiftung" ist da!

Torgau (TZ/ug). Seit dem 19. November gibt es die "Bären-Stiftung Torgau". Aus dem denkwürdigen Anlass ihrer Errichtung trafen sich die Vertreter von elf Stiftern, von Vereinen und Sponsoren sowie Kommunalpolitiker der Stadt Torgau und des Landkreises Torgau-Oschatz in der Alten Kanzlei. In der feierlichen Veranstaltung wurde die Stiftungsurkunde unterzeichnet. Der Geschäftsführer der Torgauer Verlagsgesellschaft, Benno Kittler, ist Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, dem außerdem Sybille Rasenberger, Vorstand der Raiffeisenbank Torgau sowie Ingbert Rabe, Chef der Bauunternehmung EZEL Süptitz, angehören. Die weiteren Stiftungs-Gründungsmitglieder bilden das Kuratorium.

Insgesamt wurden an den Stiftungsvorstand
mehrere tausend Euro überreicht.
Zahlreiche Gäste aus dem öffentlichen Leben des Landkreises
und der Stadt Torgau nahmen an dem Ereignis teil.
Foto: TZ/Gutzeit

Stiftungszweck ist laut Satzung die Förderung des "dauerhaften Erhalts und der Weiterentwicklung der Torgauer Bärenhaltung im Bärenfreigehege am Schloss Hartenfels als Beitrag zu Heimat- und Traditionspflege". Dies soll durch finanzielle Zuwendungen zu den laufenden Kosten der Bärenhaltung, die Anbahnung von Tierpatenschaften mit Privatpersonen und Unternehmen sowie Maßnahmen zum Tierschutz und zur Arterhaltung geschehen.

Die Unterstützung der Stiftung und damit der Mittelfluss setzen die Rekonstruktion des Bärengrabens voraus. Bürgermeisterin Andrea Staude mahnte in ihrem Grußwort den schnellen Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung zwischen Landratsamt und Stadtverwaltung an. Landrat Robert Schöpp sprach sich ebenfalls für das Vorhaben aus. "Das neue Kapitel, welches wir aufschlagen wollen, wird mit einer Baumaßnahme beginnen müssen", hatte Benno Kittler in seiner Ansprache zuvor klargestellt. "Es wird nach 50 Jahren eine notwendige und grundlegende Rekonstruktion sein."

Der Redner forderte ebenfalls den Landkreis und die Stadt auf, eine zügige Umsetzung des Projektes zu ermöglichen, um den vielen Mosaiksteinen, die Torgau - auch durch zahlreiche Privat- und Vereinsinitiativen - zu einer der schönsten Renaissancestädte Deutschlands werden ließen, mit dem Fortbestand der Bärenhaltung im Bärengraben von Schloss Hartenfels einen weiteren, sehr wesentlichen Mosaikstein hinzuzufügen. "Torgau und die Torgauer brauchen die Bären, ihre Bären", sagte Benno Kittler. Die Festveranstaltung wurde von Schülern und Lehrern der Kreismusikschule "Heinrich Schütz" Torgau musikalisch gestaltet.

Die Stifter
Torgauer Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
AVANCIS GmbH & Co. KG
Torgau Druck GmbH
Kraftverkehr Torgau Citypost GmbH
Raiffeisenbank Torgau eG
Torgauer Wohnstätten GmbH
Autohaus Maluche GmbH Torgau
Stadtwerke Torgau GmbH
Bauunternehmung Ezel GmbH Süptitz
Auto-Center Torgau GmbH
Wohnungsbau-Genossenschaft Torgau eG

Bekenntnisse der Stifter

Mit Einrichtung der Torgauer Bärenstiftung wurde ein neues Kapitel zur Erhaltung der Bären im Freigehege am Schloss Hartenfels eingeleitet. Durch private Initiativen wird die touristische und historische Attraktion in Tdorgau für die Zukunft gesichert. Im Zusammenwirken mit dem Landratsamt und der Stadtverwaltung werden nun konkrete Maßnahmen für die Sanierung des Bärenfreigeheges und für die nachhaltige Existenz der Bären in Torgau gesichert. Das SonntagsWochenBlatt sprach mit den Stiftern über ihre Beweggründe der Torgauer Bärenstiftung beizutreten:

Auto CenterTorgau,
Klaus-Dieter Kersten, Geschäftsführer

Schon als Kind stand bei jeder Fahrt von Dmmitzschnach Torgau der Besuch der Bären am Schloss auf dem Programm. Seidem habe ich zu dieser Attraktion einganz besonders inniges Verhältnis. Deshalb gab es kein Zögern, der Bärenstiftung beizutreten und somit einen Beitrag zur Erhaltung der Bärengern zu leisten.


Avencis GmbH &Co. KG, Torgau
Hartmut Fischer, CEO

Es gehört zu unserer Unternehmensphilosophie, dass sich das Unternehmen in der Region nicht nur wirtschaftlich, sondern auch auf sozialem und kulturellem Gebiet engagiert. Die Torgauer Bären sind etwas, mit dem sich die Menschen hier stark identifizieren. Das unterstützen wir sehr gern.


Bauunternehmen EZEL Süptitz,
Ingbert Rabe, Geschäftsführer

Die Bären in Torgau haben mich schon immer beeindruckt. Das Unternehmen wollte schon vor Jahren
Unterstützung zum Erhalt des Bärengeheges leisten, fand aber keinen Ansprechpartner. Deshalb ist es ein Glücksfall, dass sich die Bärenstiftung für unser gemeinsames Interesse engagiert. Da arbeiten wir sehr gern mit.


Wohnungsbaugenossenschaft Torgau
Ullrich Niekler

Die Bären gehören zu Torgau und als städtisches Unternehmen sichern wir unsere Unterstützung der Bärenstiftung zu. Damit wollen wir auch einen Beitrag zur touristischen Entwicklung der Stadt Torgau leisten.


Torgauer Verlagsgesellschaft
Benno Kittler, Geschäftsführer

Neben vielen Initiativen in Vereinen und bei den Bürgern geht es bei der Torgauer Bärenstiftung um die nachhaltige Bärenhaltung iin Torgau. Sie verstärkt das kommunale Engagement für die Bären und stellt finanzielle Mittel für die Versorgung der Bären bereit.


Stadtwerke Torgau GmbH,
Renate Mühlner, Geschäftsführerin

Die Torgauer Stadtwerke leisten einen konkreten Beitrag für die touristische Entwicklung der Stadt. Da liegt es auf der Hand, dass wir uns für die Erhaltung des Bärengeheges einsetzen. Wir erfahren immer aufs Neue, dass die Bären auf Besucher einen starken Eindruck hinterlaasen. Dass das auch in Zukunft so bleibt, arbeiten wir in der Bärenstiftung mit.


Autohaus Maluche,
Roland Maluche, Geschäftsführer

Ich liebe die Torgauer Bären!


Kraftverkehr Torgau Citypost GmbH,
Konrad Theobald, Geschäftsführer

Es drückt die Heimatverbundenheit aus, die Bären hier zu erhalten. Sie sind ein echtes Markenzeichen für die Stadt. Da nicht alles aus kommnalen Finanztöpfen mehr bezahlbar ist, müssen Privatinitiativen stärker hier eingreifen. Mit der Bären-Briefmarke haben wir bei der Citypost den Nerv bei unseren Kunden getroffen. Mit deren Kauf unterstützt der Citypostkunde die Torgauer Bären. Es wurde bereits die zweite Auflage der Briefmarken geordert. Das ist ein guter Beitrag zur Erhaltung der Bären in Torgau.


Raiffeisenbank Torgau eG,
Sybille Rasenberger, Vorstand

Die Torgauer Bären und die Stadt gehören einfach zusammen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Ohne private Unterstützung ist das kaum noch möglich. Unsere Bank unterstützt die private Initiative der Torgauer Bärenstiftung gern. Es ist auch ein wichtiger Beitrag zur touristischen Wertigkeit der Stadt.


Torgauer Wohnstätten GmbH
Andreas Huth, Geschgäftsführer

Wir sind ein städtisches Unternehmen und somit fast ausschließlich hier aktiv. Wir sind somit mit der Stadt Torgau auf vielen Gebieten verbunden. Deshalb war es keine Frage, der Torgauer Bärenstiftung beizutreten.


Torgau Druck Sächsische Lokalpresse GmbH,
Andreas Plaul, Geschäftsführer

Schon als Kind haben ich die kleinen Bären auf dem Schlosshof erlebt und die Verbindung hat sich bis heute erhalten. Daher war es für mich und das Unternehmen selbstverständlich, der Stiftung beizutreten. Damit können die Bären nachhaltig für Torgau als Symbol und Tourismusmagnet erhalten bleiben.

„Für uns Alltag, für Touristen die Sensation“

M. Pfitzner über Bären, 3D-Effekte und DSL 6000

Torgau (SWB). Der Torgauer Mediendesigner Michael Pfitzner erklärt im SonntagsWochenBlatt-Gespräch, warum er für die Gestaltung eines Likör-Flaschen-
Etikettes keine Rechnung stellte.

SWB: Herr Pfitzner, im SonntagsWochenBlatt war zu lesen, der Autohauschef Roland Maluche bringt einen Kräuterlikör namens „Bärengraben“ zum Wohle der Torgauer Bären in die Geschäfte. Es heißt, Sie hätten das Flaschenetikett entworfen und auf die Entlohnung verzichtet?
Michael Pfitzner: Da sind Sie richtig informiert.

Welchen Aufwand musste Herr Maluche betreiben, um Sie von dem Projekt „Bärengraben“ zu überzeugen?
Aufwand wird man das kaum nennen können. Er rief mich an, denn er hätte eine Idee und ich solle mal langkommen. Als ich hörte, es gehe um die Zukunft der Torgauer Bären, bot ich ihm spontan an, auf jegliches Honorar zu verzichten. Die Arbeitszeit waren mir unsere Bären wert.

Was war für Sie der Grund, auf das Honorar zu verzichten?
Es wird so viel und so lange über den Wirtschaftsfaktor Tourismus geredet und die Wichtigsten, unsere Bären, sind dabei fast aus den Augen verloren worden.

Überschätzen Sie nicht die Bären in der Rangfolge der Torgauer Sehenswürdigkeiten?
Nein. Die Bären am Schloss sind etwas Einmaliges in Sachsens berühmter Schlösserlandschaft. Die Albrechtsburg, die Moritzburg, der Zwinger, die Festung Königstein sind weltberühmt, haben aber allesamt keine Bären.

Die Ihrer Meinung nach einmalige Wirkung auf Touristen müssten Sie näher erläutern.
Nehmen wir die Engländer, die gern und zahlreich auf Historientour in Sachsen unterwegs sind. In Torgau würden sie etwas aus kurfürstlichen Zeiten sehen, etwas Lebendiges aus einer verflossenen Zeitepoche, wo Bären zum fürstlichen Hofleben gehörten. Der heutige Blick in den Bärengraben könnte doch der gleiche sein wie zu Kurfürsts Zeiten. Eigentlich ein tolles Gefühl. Wissen die Engländer überhaupt, dass sie in Torgau so was Wunderbares zu sehen bekommen?

Sie meinen, die Stadtwerbung konzentriert sich zu sehr auf das Schloss selbst und die anderen Renaissancebauwerke in der Stadt?
Wir können glücklich sein, wieder so ein prachtvoll restauriertes Schloss vorzeigen zu können. Aber warum wurde der Bärengraben nicht gleich mit saniert? Ein Bärengehege, das viele Zoos nicht vorweisen können. Klar, noch ein paar zusätzliche Klettergelegenheiten nach neuesten Erkenntnissen müss-ten schon noch rein. Und dann noch kleine Bären im Schlosshof – die Parkplätze würden in Torgau nicht ausreichen, um den Besucherandrang aufzunehmen.

Landrat und Bürgermeisterin beraten und versuchen, die von Ihnen monierte Grabensanierung nachzuholen.
Ich glaube, wir Torgauer sind uns des Wertes der Bären gar nicht so recht bewusst, für uns sind sie Alltag, für die Touristen eine Sensation. Entdecken diese die Bären, sind ruck, zuck die Köpfe unten und die Architektur des Schlosses vergessen. Ich möchte hier nicht ausdrücklich die Politiker attackieren. Aber wir Deutschen schmeißen uns mit unserer Bürokratie, wer wofür zuständig ist, selbst die Knüppel zwischen die Beine. Ich arbeitete vor Kurzem mit Australiern zusammen – die Leute sind unkompliziert, direkt und erfolgreich.

Wo kann man in Torgau mit Australiern zusammenarbeiten?
In Torgau nicht, in Berlin. Ich arbeite als Mediendesigner für Eventproduktionen. Mit einer Dessauer Firma erstellen wir für Großunternehmen beispielsweise Bühnenpräsentationen mit 3D-Effekten. Ich bin dabei der kreative Kopf, der am Computer und mit Hilfe aufwendiger Rechenprogramme nach konkreten Vorgaben der Auftraggeber Licht- und Videoshows erstellt. Diese werden von den Desssauern mit modernster Licht- und Computertechnik auf großen Bühnen realisiert, unter anderem vor wenigen Tagen in Genf und in den nächsten Wochen auf der AIDA.

Ist es gut, für so einen Beruf in Torgau zu wohnen?
Eher nicht. Fahrten am Tage nach Leipzig sind eine Katastrophe, man weiß nie, dauert die Fahrt eine oder zwei Stunden. Ohne das Internet wäre kein Arbeiten für mich in Torgau möglich. Wobei Torgau nicht einmal an die schellsten DSL-Verbindungen angeschlossen ist. Ich bräuchte DSL 6000, bekomme jedoch in meiner Straße in Torgau nur DSL 3000.

Warum dieses Engagement für Torgau, wo doch die Stadt Ihnen optimale Arbeitsbedingungen verweigert?
Die Hoffnung auf Besserung habe ich noch nicht verloren. Ich bin Torgauer, hier geboren, spreche die Sprache....

… einen Dialekt, dessen man sich hier eher schämt.
Ich bin noch als Discjockey unterwegs. Am Mikro nur Hochdeutsch, danach in gelöster Runde plaudere ich, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Bei unseren Eventproduktionen ist es Mitstreitern und Kollegen aus anderen Teilen Deutschlands noch nie gelungen, meine Heimat anhand der Sprache zu orten. Dann erkläre ich denen gerne, wo ich herkomme, warum wir solch ein Dialektgemisch sprechen und warum man unbedingt nach Torgau kommen sollte.

Zum Beispiel wegen der Bären?
… und wegen des würzigen „Torgauer Bärengrabens“. Unseren Bären kommt ein Teil des Verkaufserlöses zugute.

Gespräch: E. Baumbach#

AG Bären konstituiert

Torgau (SWB/rg). Die erste Beratung der Arbeitsgruppe „Bären“ mit Vertretern des Landratsamtes Torgau-Oschatz und der Stadtverwaltung Torgau fand am 19. Juli 2007 im Schloss Hartenfels statt.

Nach einem umfangreichen Gedankenaustausch und eingehender Diskussion der Möglichkeiten einer artgerechten Haltung von Bären in den beiden zur Verfügung stehenden Bereichen rechts und links der Schlossbrücke und der weiteren Vorgehensweise bei der Sicherung der Finanzierung der nicht unerheblichen Baumaßnahmen wurde Übereinstimmung darin erzielt, dass zunächst zur Beurteilung und Einordnung der Investitionsmaßnahme eine Vorplanung erforderlich ist. Für diese Vorplanung sind auf der Grundlage des zu erwartenden Gesamtinvestitionsumfanges 35.000 Euro erforderlich.

Die Stadt Torgau wird sich bemühen diese Mittel noch 2007 aufzubringen. Erst wenn diese Planungsmittel dem Landkreis zur Verfügung stehen, kann dann auf der Grundlage der entsprechenden Grundsatzentscheidung durch den Kreistag des Landkreises Torgau-Oschatz vom 25. 05. 2007 die o.g. Planung in Auftrag gegeben werden.

Die Mitglieder der AG „Bären“ werden sich Ende September zu einer zweiten Beratung und Abstimmung des weiteren Vorgehens zusammensetzen.



„Um die Bären wird gekämpft“
Initiativkreis sammelt Geld für die Bären

Torgau (Torgau (SWB). Warum für den Initiativkreis „Schloss Hartenfels“ der Bärengraben und dessen Bewohner zum unverzichtbaren Teil des kurfürstlichen Schlosses gehören, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins Frank Kupfer (Mitglied des Sächsischen Landtages, CDU).

SWB: Eigentlich war in der Öffentlichkeit kaum das vernehmbare Verlangen der Torgauer zur Wiederherstellung des kompletten Bärengrabens feststellbar. Warum haben Sie die Debatte über die Zukunft des Bärengrabens zu Beginn des Jahres wieder losgetreten?
Frank Kupfer:
Für mich und den Verein war das Thema Bären nie zu den Akten gelegt worden. Als wir im vergangenen Jahr vernahmen, dass am Eigenanteil von 40000 Euro für die Grabensanierung nur noch 10000 Euro fehlen, entschieden wir, der Erlös unseres jährlichen Benefizkonzertes kommt den Bären zugute. Und so geschah es ja auch.

Ihre Ankündigung, wieder junge Bären in Torgau etablieren zu wollen, untermauert von der Vorankündigung des Benefizkonzertes, löste eine große Vorfreude in allen Generationen darüber aus.
Womit bewiesen wäre, wie richtig und wichtig junges Bärenleben für Torgau ist.

Jedoch gestaltet sich die Realisierung durch Landratsamt und Stadtverwaltung anscheinend als schwierig.
Wenn es schwierig wird, muss man kämpfen, wir kämpfen um die Bären! Mit dem Kreistagsbeschluss für die Bären sind die politischen Weichen gestellt.

Zum unüberwindbaren Hemmnis könnte der desolate Zustand des Dachs vom Flügel E werden.
Ob der gesamte Flügel E saniert werden muss oder eine Dachsanierung bzw. -sicherung ausreicht, vermag ich nicht zu sagen, man müsste es prüfen.

Die bevorstehende Kreisfusion mit Delitzsch könnte sich als weitere große Unbekannte für die Zukunft der Bären herausstellen.
Kann, muss aber nicht. Torgau ist zum Kreissitz vorgeschlagen, Torgau sollte auch der Sitz der Kreisverwaltung sein. Die logische Konsequenz wäre der Ausbau des Flügels E. Das sei nach Expertenmeinung relativ schnell durch Einziehen von Zwischenwänden und Decken zu realisieren. Die Bären bekämen darunter ein gutes Zuhause.

Woher könnte das Geld für die Baumaßnahmme kommen? Bloß aus Spendenmitteln wohl kaum.
Aus der 10-Millionen-Hochzeitsprämie für die Kreisreform vom Land. Ein Teil wird zur Schuldentilgung gebraucht, es bliebe aber noch ein erkleckliches Sümmchen zum Bauen. Das Schloss Hartenfels ohne Verwaltungssitz wäre nicht zu unterhalten und die fehlenden Angestellten aus der Verwaltung ein herber Verlust an Kaufkraft in Torgau. Beim Tauziehen mit Delitzsch um den Verbleib der Landkreisverwaltung im Schloss sollten wir uns noch auf eine hartnäckige politische Auseinandersetzung einrichten.

Landrat Robert Schöpp und Torgaus Bürgermeisterin Andrea Staude kündigten eine gemeisame Arbeitsgruppe an, die Möglichkeiten der Sanierung des Bärengrabens abklopfen soll. Hat sich damit das Engagement des Initiativkreises für den Bärengraben erfüllt?
Ich werde darauf dringen, dass der Initiativkreis mit in der Arbeitsgruppe vertreten sein wird.

Hat für Sie das Ringen um die Zukunft der Torgauer Bären eine private Seite?
Aber ja, wie wohl für jeden hier in der Region. Ich bin in Torgau geboren, aber in Markkleeberg aufgewachsen. Zum Besuch meiner Dautzschner Oma fuhr ich zu der Zeit mit dem Zug bis Torgau und von dort sollte ich mit dem Bus weiter. Was selten genug so ablief. Stattdessen ging es erst Bärengucken, vom Hausmannsturm Ins-Land-Schauen, dann auf die Brücke zum Elbegucken, um auf der anderen Elbseite darauf zu spekulieren, dass ein Autofahrer mich mit nach Dautzschen nimmt.

Und das hat jedes Mal geklappt?
Ein Lkw- oder Pkw-Fahrer hat sich meiner jedes Mal erbarmt.

Gespräch: E. Baumbach

Sollen die Bären in Torgau bleiben?
Was unsere Politiker dazu zu sagen haben

Robert Schöpp, Landrat

Andrea Staude, Bürgermeisterin der Stadt Torgau

Ulrich Niekler, Freie Wählergemeinschaft

Michael Sehrt, Die Linke


»Der Kreistag des Landkreises Torgau-Oschatz hat sich (...) grundsätzlich für die Erhaltung der Bären (einschließlich der Anschaffung von Jungbären) bei artgerechter Haltung ausgesprochen.« Robert Schöpp

Der Landkreis Torgau-Oschatz ist bisher immer im Rahmen der Freiwilligkeitsaufgaben für die Bärenhaltung im Schloss Hartenfels, trotz angespannter Haushaltssituation, ein zuverlässiger Partner für die Stadt Torgau und deren Besucher gewesen. Diese Feststellung belegt, dass sowohl der Kreistag, der Landrat als auch die Landkreisverwaltung insgesamt für das besondere Verhältnis der Torgauer zu ihren Bären sehr viel Verständnis aufbringen.

Der Kreistag des Landkreises Torgau-Oschatz hat sich in der Kreistagssitzung am 15. Mai 2007 grundsätzlich für die Erhaltung der Bären (einschließlich der Anschaffung von Jungbären) bei artgerechter Haltung ausgesprochen.

Gemeinsam mit der Stadt Torgau wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Im Rahmen der Arbeitsgruppe wird eine konkrete Aufgabenstellung formuliert, um eine entsprechende Vorplanung für anstehende Sanierungsmaßnahmen der Bärengehege von einem geeigneten Planungsbüro erarbeiten zu lassen. Erst hieraus wird sich ableiten lassen, was am und im Bärengraben geändert werden müsste, um den Bären eine angemessene und artgerechte Heimstatt zu gewährleisten. Dafür muss zunächst mit der Stadt Torgau die Finanzierung der Vorplanung gesichert werden.

Auf der Grundlage der Vorplanung werden dann die weiteren Arbeitsaufgaben nach Einordnung in die Haushaltspläne der Stadt Torgau und des Landkreises Torgau-Oschatz abschnittsweise erfolgen und auch ein Zeitplan für die Realisierung der Sanierungsmaßnahmen kann dann aufgestellt werden. Er ist abhängig von der Höhe der Investition und der Möglichkeit der Bereitstellung der finanziellen Mittel durch die Stadt Torgau.

Robert Schöpp, Landrat



»Wenn die Sanierung beendet ist, sind sicherlich die quicklebendigen Jungbären nicht weit enfernt. « Andrea Staude

SWB: In und um Torgau nehmen die Menschen jedes Alters regen Anteil am  Schicksal der Bären. Haben Sie Verständnis für dieses  besondere Liebesverhältnis zwischen den Menschen und ihren Torgauer Bären? 
Andrea Staude:
Natürlich, wie jedem anderen Torgauer auch, liegen mir die Bären sehr am Herzen. Schließlich gehören die Bären zu Torgau wie die Luft zum Atmen!   

Wie sind Sie mit der Unterstützung aus dem  Landratsamt  für das  Projekt „Bärengrabensanierung“  zufrieden?
Im Frühjahr hatte ich an Landrat Schöpp einen Brief geschrieben und um die Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe gebeten, damit wir die bisherigen Initiativen zur Sanierung beschleunigen und besser koordinieren können. Darauf hin gab es den Kreistagsbeschluss am 15. Mai für den Erhalt der Torgauer Bären. Am 21. Juni 2007 folgte ein konstruktives Gespräch zwischen Landrat Schöpp und mir u.a. zum Thema Bärengraben.

Was sollte oder müsste sich am und im Bärengraben ändern, um Meister Petz eine ihm angemessene  Heimstatt zu gewährleisten?
Durch die Arbeitsgruppe wird demnächst eine konkrete Aufgabenstellung formuliert. Mit dieser Aufgabenstellung wird dann ein Planungsbüro eine entsprechende Vorplanung mit konkreten Sanierungsmaßnahmen des Bärengeheges erarbeiten. Berücksichtigung finden natürlich die Mindestbedingungen für eine angemessene und artgerechte Haltung.

Sind für die Baumaßnahmen ausreichend  finanzielle Mittel vorhanden, wenn nicht, woher sollten die Mittel kommen? 
Die finanziellen Mittel zur Sanierung müssen sowohl von der Stadt als auch vom Landratsamt bereitgestellt werden. Vonseiten der Stadt haben wir zunächst in die mittelfristige Planung für die Gesamtmaßnahme 450000 Euro aufgenommen. Die Fördermittel sind im SDP-Programm (Sädtebaulicher Denkmalschutz) eingeplant. Im bereits erwähnten Gespräch machte der Landrat auch deutlich, dass der Eigenanteil des Landratsamtes für die Sanierung aufgrund der derzeitigen Haushaltslage sehr fraglich ist. Aus diesem Grund ist es notwendig, mittels weiterer öffentlichkeitswirksamer Aktionen Geld für die Sanierung des Bärengrabens zu sammeln. Diese Gelder werden dann die Eigenmittel ersetzen. In diesem Zusammenhang möchte ich die Leser des SonntagsWochenBlattes aufrufen, für die Sanierung des Bärengrabens zu spenden (Anmerkung: Stadtverwaltung Torgau; Kto-Nr. 2210007782; BLZ 86055592 – Sparkasse Leipzig). Als Verwendungszweck geben Sie bitte das Stichwort „Bärengraben“ an. Die Gelder werden zu 100 % für die Sanierung des Bärengrabens verwendet!   

Zu welchem Zeitpunkt könnten  sich, nach entsprechendem Gutachten, die Hoffnungen der Torgauer und ihrer Gäste  auf einen sanierten Bärengraben mit quicklebendigen Jungbären erfüllen?
Das sind 2 Wünsche auf einmal! Den Zeitpunkt eines sanierten Bärengrabens kann ich jetzt noch nicht konkret festlegen. Dieser ist, wie schon gesagt, abhängig von den konkreten Sanierungsmaßnahmen und der Bereitstellung der dafür notwendigen finanziellen Mittel.  
Wenn die Sanierung beendet ist, sind sicherlich die quicklebendigen Jungbären nicht weit enfernt.

Gespräch: Richard Gosemann     



»Was ein Knut in Berlin kann, könnte auch für Torgau nachhaltig ein Anziehungspunkt für die Stadt sein. « Ulrich Niekler, Freie Wählergemeinschaft

Die Fraktion der Freien Wähler wird sich für dieses Vorhaben einsetzen und es auch unterstützen. Das Bärengehege als eine touristische Attraktion für Schloss Hartenfels und die Stadt Torgau muss wieder in einem gepflegten Zustand für die Einwohner der Kreisstadt und Gäste zu einem Hingucker werden.

Besonders werden wir die Anschaffung junger Braunbären befürworten, denn was ein Knut in Berlin kann, könnte auch für Torgau nachhaltig ein Anziehungspunkt für die Stadt sein.



»Wichtig ist, dass das Landratsamt und die Stadtverwaltung sehr eng und schnell zusammenarbeiten. « Michael Sehrt, Die Linke

„Die Entscheidung fiel mir als Torgauer einfach. Torgau braucht die Bären. Ob als Anziehungsmagneten für Touristen oder als eine Identifikation unserer BürgerInnen mit ihrer Heimatstadt. Ich kenne schon von Kindesbeinen an Torgau nur mit Bären und finde es schade, dass unsere Kinder es nicht mehr kennen, dass es jedes Jahr ein Gehege mit Kleinbären im Schlosshof gibt. 

Wichtig ist, dass das Landratsamt und die Stadtverwaltung sehr eng und schnell zusammenarbeiten. Torgau verliert sonst ein Alleinstellungsmerkmal wie das der Begegnungsstadt, um das uns viele Städte beneiden.

Stimmen

„Sybille Rasenberger
„Sehr gut und gern kann ich mich daran erinnern, dass ich als Kind die kleinen Bären besucht habe.
Es war immer ein Erlebnis, denn wo gab es so was schon.
Auch an die Bärenmutter, Frau Siegert, erinnere ich mich.“

Sieglinde
Müller-Heinz
„Für meinen Enkel Andro bin ich die Bärenoma. Immer wenn er mich in Torgau besucht, gehen wir zu den Bären.
Von seinem Taschengeld spendet er dann einen Euro
für die Bären.“

Herbert Lehmann
„Als Stadtführer erlebt man so manche Begebenheiten. Wenn ich zum Schloss komme und über die Geschichte
erzähle, sind die Besucher sehr aufmerksam. Komme ich auf die Bären zu sprechen und verweise auf den
Bärengraben, kam es schon vor, dass sich niemand mehr für das Schloss interessierte. Alle Touristen liefen zu den Bären, denn sie hatten so etwas noch nicht gesehen.
Also haben die Bären eine ganz enorme Bedeutung,
auch für die Stadt als Anziehungspunkt.“

Christine Weber
„Als Kind war ich oft im Schlosshof bei den Bären.
Da ich nicht weit entfernt wohnte, war es für mich und
meine Spielkameraden ein bisschen wie Abenteuer, wenn wir die Bären streicheln durften. Als ich selbst Kinder hatte, war ich mit ihnen natürlich bei den Bären.
Es war ein schönes Erlebnis, an das sich meine Kinder
auch heute noch gern erinnern.“

Ingelore Hägele
„Ich war schon immer sehr tierlieb, da interessierten mich die kleinen Bären ganz besonders. Als Kind waren sie daher für mich ein echter Anziehungspunkt und ich glaube,
dass es heute genauso wäre.“

Manfred Kostka
„Als Kind verbrachte ich viel Zeit bei den Torgauer Bären, denn meine Mutter arbeitete im Schloss. Einmal wollte sie ein Foto von mir und einem kleinen Bären machen.
Dazu sollte der Bär sich auf die Hinterbeine stellen.
Der hatte dazu aber keine Lust und ließ einen Haufen auf meine Schuhe fallen. So hat er seinen Unmut über die
Fotoaktion zum Ausdruck gebracht und ich konnte meine Schuhe zu Hause sauber machen.“

Ute Hein
„Ich bin eine echte Bärenfreundin und verfolge die
Geschichte und Entwicklung der Torgauer Bären.
Deshalb würde ich es sehr schade finden, wenn diese
Sehenswürdigkeit aus dem Schlossgraben nicht mehr
vorhanden wäre. Aus dem Grund bin ich für mehr Initiativen, um die Bären zu erhalten. Gut finde ich es, dass Torgauer Unternehmen die Bären mit Futter wie Brot, Obst und
Gemüse versorgen. Es gibt auch ein Gebäck, das sich
Bärentatzen nennt. Dies könnten doch Torgauer Bäcker
backen, verkaufen und einen Teil des Erlöses geht an
die Bären.“

Manfred und Erdmute Bräunlich
„Mit unseren Fotografien haben wir die Geschichte der
Torgauer Bären dokumentiert. Selbst unsere Tochter Ines, heute längst erwachsen, ist auf einem Foto mit der Bärenmutter, Frau Siegert, abgebildet. Wir werden gemeinsam mit dem Stadt- und Kulturgeschichtlichen Museum zum Tag des offenen Denkmals eine Ausstellung gestalten.
Dazu freuen wir uns über jeden, der sich für die Erhaltung des Bärengeheges einsetzt. Es sind bereits viele Vereine, Einrichtungen, Unternehmen und Personen, die unser
Vorhaben unterstützen, und das stimmt uns optimistisch.“

Heide Schulz
„Seit meiner Kindheit besuche ich die Torgauer Bären.
Das ist jetzt auch noch so. Wenn wir Besuch von unseren Bekannten aus den alten Bundesländern bekommen, führt immer ein Weg zum Schloss Hartenfels. Für unseren Besuch sind die Bären eine echte Attraktion und sie nehmen wie wir Anteil am Schicksal der Bären. Wenn es um Unterstützung für den Erhalt der Bären geht, bin ich dabei!“