Ein Bild, wie man es am liebsten mag. Gabriele und Angela Mierau am Bärenstall bei ihren Schützlingen. Das Gewohnte bekommt ganz bald eine Veränderung.
Ein Bild, wie man es am liebsten mag. Gabriele und Angela Mierau am Bärenstall bei ihren Schützlingen. Das Gewohnte bekommt ganz bald eine Veränderung. TZ/Archiv

Tradition und Stolz mit Wahrzeichencharakter

Torgau. Torgau ohne Bären? Nein, das ist keine Option und auch überhaupt nicht vorstellbar. Umso schöner ist es, dass unsere drei Wahrzeichen Jette, Bea und Benno die Tradition weiter(er)leben dürfen. Denn wie Sie sehen, liebe Leser, reicht die Geschichte der Bären, die in Torgau gehalten werden, über 500 Jahre zurück.

Ein Platz zum Verweilen

Wurden damals noch bis zu 30 Bären auf einmal gehalten und teilweise auch verspeist, haben unsere heutigen Petze ein wahrlich kuschliges Leben im Torgauer Bärengraben. Bereits in den fünfziger Jahren stießen die Torgauer Bären auf große Begeisterung. Viele, die damals Kind waren, werden sich jetzt mit Sicherheit wehmütig zurückerinnern. Vieles hat sich seitdem verändert. Frisch saniert und mit allerhand Platz zum Austoben und Abkühlen in den hei?en Monaten stehen nun auch die artgerechten Ställe für den Winterschlaf bereit. B?r müsste man sein. Grandiose Arbeit leistet besonders die Torgauer Bärenstiftung, die schon so einiges am Schloss Hartenfels vorangeschoben hat und weiterhin auf das Wohl einer Tradition setzt.

Die Liebe zu den Petzen

Ein großes Danke und Lob bekommen sowieso die fleißigen Helfer, die aufopferungsvoll die Tiere pflegen. Ich denke, die Fellnasen sehen das genauso und wenn sie könnten, oh ja, dann würden sie es ihnen auch gerne in menschlicher Art und Weise zeigen. Bereits nach der Er?ffnung des Bärengeheges fanden sich zwei Pflegerinnen (Frau Siegert und Frau Stölzel), die sich mit Leib und Seele den damaligen Bären verschrieben. Gabriele Mierau löste das Duo ab und betreut seit 1994 den Bärengraben. Kurz darauf stieß Angela Mierau hinzu und der Rest ist Geschichte, wie die meisten wohl wissen. Gemeinsam zogen sie Bären auf, mussten sich tränenreich von einigen verabschieden und entwickelten ihre ganz eigenen Beziehungen zu den jetzigen Petzen. „Man gibt so viel, man taktet sein ganzes Leben auf die Tiere ein. Und doch, am Ende geben sie einem so viel zurück“, weiß Angela Mierau ganz genau.

Time to say Goodbye

Doch alles hat ein Ende. Wie wir bereits berichtet haben, sagt Angela Mierau tschüss und verabschiedet sich in die wohlverdiente Rente. Es gibt bereits zwei Nachfolgerinnen, die ein gro?es Erbe antreten werden. Noch ist aber Gabriele Mierau an der Seite und wird den „Neuen“ zeigen, wie das bärige Leben funktioniert. Emotionslos wird das sicher nicht über die Bühne gehen: „Die Bären werden mir fehlen. Aber ich brauche nun erst mal Abstand und wenn ich soweit bin, dann steht natürlich ein Besuch auf dem Plan“, freut sich Angela Mierau.

Am 22. August findet die große Verabschiedung von Angela Mierau um 10 Uhr am Schlosscafé in Torgau statt. Gleichzeitig erhalten die zwei Nachfolger eine Vorstellung.

(0 Stimmen)
Gelesen 278 mal

Schreibe einen Kommentar

Bitte achten Sie darauf, alle Felder mit einem Stern (*) auszufüllen. HTML-Code ist nicht erlaubt.