Bürgermeisterin fordert Versprechen des Landrates ein

Stadt Torgau legt Marschplan für Sanierung des Bärengrabens vor

Torgau(SWB/eb). Für die Torgauer Bären naht die Zeit des Winterschlafes. Torgaus kundlige Maskottchen bleibt die menschliche Unruhe über ihren Köpfen verborgen. Noch ist die Zukunft der Braunen zu Füßen des Schlosse ungewiss. Engaierte Torgauer Bürger und Unternehmen gründeten darum vor wenigen Tagen eine Stiftung zum Wohle der Stadtmaskottchen. Die Politiker im Schloss sollten wissen, dass Bürger mit mehr als Worten für ihre Stadt einstehen und dafür zum Teil ganz tief in ihre Brieftasche griffen.

Die Botschaft wurde im Schloss verstanden, schenkt man den freundlichen Worten des Landrates, Herrn Schöpp, seinen Glauben, anläßlich der feierlichen Stiftungsgründung gesprochen. Der Landrat begrüßte die Stiftungsgründung und sagte seine Unterstützung und die seiner Fachbereichsleiter zu.

Auch der Kreistag stände laut Beschluss zur Sanierung des Bärengrabens. Der Sachverhalt scheint klar. Nur wann geht es endlich los? Wer und wie hat was in die Gänge zu bringen? - war aus der Rede vom Landrat nicht herauzuhören. Darauf hatte Torgaus Bürgermeisterin in ihrer Rede die Antworten parat: Zuerst die Vorplanung, 35 000 Euro hätten die Stadträte bereits dafür bewilligt. Die Vorplanung sein notwendig um einen groben Überblick über die möglichen Kosten zu bekommen.

Einen nachvollziebaren realistischen Bauablauf hatte Torgaus erste Frau ebsenso parat. Aber, ja aber... . Sie kann, sie darf nicht handeln. Auf dem Schloss schwinngt nicht Frau Staude das Zepter, sondern der Landrat. Herr Schöpp müßte eine Vereinbarung zwischen Landkreis und Stadt Torgau unterschreiben, damit die Torgauer am Schloss aktiv werden können. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Stadt und Landkreis, die sich der Sanierung des Bärengrabens widmet, existiere bereits. Eine Beratung hätte stattgefunden, der Vertrag läge zur Vertragsunterzeichnung bereit.

Allein aus dem Landratsamt vernähme man keine Antwort kritisierte Bürgermeisterin Staude in einem Interview in der Torgauer Zeitung.

Das Schweigen des Landrates ist mehrfach unverständlich, da es Angebote gibt, die Eigenanteile des Landkreises für die Baumaßnahmen durch Spenden und Sammlungen zu tragen. Außerdem gilt es die Torgauer Interessen massiv in das laufende Fusiongeschehen mit den Landkreis Delitzsch einzubringen. Über die Verwendung der millionenschwere Hochzeitsprämie ist noch keine Entscheidung gefallen. Ein Teil der Millionen könnten zum Beispiel für die Sanierung des maroden Schlossflügel E (ehemalige Turnhalle) eingesetzt werden.

Im dortigen Untergeschoss befinden sich die Bärenunterküfte , die einmal die Jungbären aufnehmen könnten. In den Etagen würden Landratsbedienstete eines neuen Großkreises ihr Tagewerk verrichten. Das alles wäre möglich, wenn der Landrat und die Kreisräte durch die Fusion gebotenen Chancen entschieden beim Schopfe packten.

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